Man fühlt sich irgendwie nicht richtig fit. Müde. Weniger belastbar. Vielleicht schläft man schlechter, ist schneller erschöpft oder hat das Gefühl, dass der Körper nicht mehr ganz so funktioniert wie früher. Dann geht man zum Arzt, es wird Blut abgenommen – und zunächst heißt es vielleicht: „Eigentlich sieht alles ganz ordentlich aus.“ Und manchmal stimmt das natürlich auch.

Trotzdem lohnt es sich, einen Begriff etwas genauer anzuschauen, der in den vergangenen Jahren immer häufiger auftaucht: stille Entzündung. Was steckt dahinter? Kann tatsächlich eine dauerhafte, niedriggradige Entzündungsaktivität im Körper bestehen, ohne dass wir eine klassische Entzündung bemerken? Und welche Rolle spielen dabei Ernährung und insbesondere Omega-3-Fettsäuren? Genau darum soll es in diesem Artikel gehen.

Nicht darum, hinter jedem Symptom eine versteckte Entzündung zu vermuten. Und ganz sicher nicht darum, Omega-3 zum Wundermittel für alle möglichen Erkrankungen zu erklären. Sondern darum, Zusammenhänge zu verstehen. Denn die gibt es.

Entzündung ist zunächst etwas ausgesprochen Sinnvolles

Das Wort Entzündung klingt erst einmal negativ. Dabei brauchen wir Entzündungsreaktionen. Wenn wir uns verletzen, wenn Krankheitserreger in unseren Körper gelangen oder Gewebe geschädigt wird, reagiert unser Immunsystem. Immunzellen werden aktiviert, Botenstoffe ausgeschüttet und Reparaturprozesse angestoßen. Typischerweise passiert dabei etwas sehr Wichtiges: Die Entzündungsreaktion fährt hoch – und anschließend wieder herunter.

Der Körper erkennt ein Problem, reagiert darauf, löst es soweit möglich und kehrt anschließend wieder in Richtung Normalzustand zurück. Dieser Vorgang wird in der Medizin als Resolution einer Entzündung bezeichnet. Und gerade diese Resolution ist hochinteressant. Denn wir wissen inzwischen, dass das Ende einer Entzündung keineswegs einfach bedeutet, dass das Immunsystem irgendwann „aufhört“.

Die Rückkehr zur normalen Gewebefunktion ist ein aktiv gesteuerter biologischer Prozess. Dabei spielen verschiedene körpereigene Botenstoffe eine Rolle – und einige davon entstehen aus Omega-3-Fettsäuren wie EPA und DHA. Dazu gehören beispielsweise sogenannte Resolvine und Protectine. Entzündung und Entzündungsauflösung gehören also zusammen.

Was ist dann eine „stille Entzündung“?

Der medizinisch präzisere Begriff lautet häufig chronische niedriggradige Entzündung oder englisch chronic low-grade inflammation. Anders als bei einer akuten Entzündung haben wir hier eben nicht unbedingt die klassische Situation: rote, heiße, geschwollene Stelle, starke Schmerzen oder Fieber. Stattdessen können bestimmte Teile des Immunsystems über längere Zeit geringfügig aktiviert bleiben. Das kann beispielsweise im Zusammenhang mit Stoffwechselerkrankungen auftreten.

Besonders gut untersucht ist dieser Zusammenhang bei starkem Übergewicht. Fettgewebe ist nämlich keineswegs einfach nur ein passiver Energiespeicher. Es ist stoffwechselaktiv und kann zahlreiche Signalstoffe produzieren. Bei ausgeprägter Adipositas kann sich dadurch ein chronisch entzündliches Milieu entwickeln, das wiederum unter anderem mit Insulinresistenz und Typ-2-Diabetes zusammenhängt. Und plötzlich wird verständlich, warum Entzündungsforschung inzwischen weit über Rheuma oder akute Infektionen hinausgeht.

Vergleich der Entzündungsaktivität bei einer akuten und einer chronisch niedriggradigen Entzündung
Akute Entzündungen klingen typischerweise wieder ab; chronisch niedriggradige Prozesse können länger leicht erhöht bleiben.

Chronische Entzündung ist kein einzelnes Krankheitsbild

Hier müssen wir allerdings aufpassen. Müdigkeit bedeutet nicht automatisch stille Entzündung. Rückenschmerzen bedeuten nicht automatisch stille Entzündung. Hautprobleme bedeuten nicht automatisch stille Entzündung. Und auch Depressionen, Übergewicht oder Konzentrationsprobleme lassen sich nicht einfach mit dem Satz erklären: „Da ist wahrscheinlich eine Entzündung im Körper.“ Dafür ist unser Organismus viel zu komplex.

Chronische Entzündungsprozesse werden allerdings im Zusammenhang mit zahlreichen Erkrankungen untersucht – unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, metabolischem Syndrom, Insulinresistenz und Typ-2-Diabetes. Auch in der kardiovaskulären Medizin spielt niedriggradige Entzündungsaktivität inzwischen eine wichtige Rolle. Ein dafür untersuchter Laborwert ist beispielsweise das hochsensitive C-reaktive Protein, kurz hs-CRP.

Das heißt aber nicht, dass ein einzelner Laborwert automatisch die Ursache irgendwelcher Beschwerden erklärt. Es heißt zunächst einmal: Der Stoffwechsel, das Immunsystem und unsere langfristige Gesundheit hängen stärker miteinander zusammen, als man früher angenommen hat. Und das finde ich persönlich ziemlich spannend.

Was begünstigt chronische Entzündungsprozesse?

Auch hier gibt es nicht den einen Auslöser. Mehrere Faktoren können sich gegenseitig beeinflussen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • starkes Übergewicht und insbesondere viszerales Fettgewebe
  • Bewegungsmangel
  • Rauchen
  • dauerhafte Stoffwechselprobleme
  • dauerhaft hoher Blutzucker beziehungsweise Insulinresistenz
  • bestimmte chronische Erkrankungen
  • Schlafmangel
  • eine sehr stark von hochverarbeiteten Lebensmitteln geprägte Ernährung

Auch chronischer Stress kann über verschiedene hormonelle und immunologische Mechanismen Einfluss auf Entzündungsprozesse nehmen. Das Spannende daran: Viele dieser Faktoren stehen wiederum miteinander in Verbindung. Wer dauerhaft schlecht schläft, bewegt sich häufig weniger. Wer sich wenig bewegt, entwickelt möglicherweise leichter Stoffwechselprobleme. Stress beeinflusst Essverhalten. Übergewicht wiederum kann Entzündungsprozesse verstärken. Gesundheit funktioniert eben selten in einzelnen Schubladen.

Und wo kommt jetzt Omega-3 ins Spiel?

Omega-3-Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Besonders häufig gesprochen wird über: ALA – Alpha-Linolensäure sowie die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA – Eicosapentaensäure und DHA – Docosahexaensäure. ALA kommt vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln wie Leinsamen, Chiasamen und Walnüssen vor. EPA und DHA finden wir vor allem in marinen Quellen beziehungsweise in Mikroalgen. Der Körper kann ALA grundsätzlich in EPA und DHA umwandeln. Allerdings nur begrenzt.

Deshalb ist es gerade bei Menschen, die keinen Fisch essen, durchaus sinnvoll, sich mit der direkten Versorgung über Mikroalgen beziehungsweise Algenöl zu beschäftigen.

Omega-3 ist mehr als „Fett“

EPA und DHA werden in Zellmembranen eingebaut und beeinflussen deren Zusammensetzung. Sie dienen außerdem als Ausgangsstoffe für verschiedene biologisch aktive Moleküle. Und genau hier kommen wir wieder zur Entzündung zurück. Aus EPA und DHA können unter anderem spezialisierte sogenannte pro-resolving mediators entstehen – also Botenstoffe, die an der kontrollierten Beendigung von Entzündungsreaktionen beteiligt sind. Dazu gehören beispielsweise Resolvine, Protectine und Maresine.

Man kann deshalb vereinfacht sagen: Omega-3 ist nicht einfach nur „entzündungshemmend“. Es ist an biologischen Prozessen beteiligt, die dem Körper helfen, Entzündungsreaktionen zu regulieren und anschließend wieder aufzulösen. Das ist ein kleiner Unterschied in der Formulierung – aber wissenschaftlich ein ziemlich wichtiger.

Darstellung der Entzündungsauflösung mit EPA, DHA, Resolvinen und Protectinen
EPA und DHA sind Ausgangsstoffe spezialisierter Botenstoffe, die an der aktiven Entzündungsauflösung beteiligt sind.

Ist Omega-6 deshalb schlecht?

Nein. Und genau an dieser Stelle entstehen leider viele sehr vereinfachte Aussagen. Omega-6-Fettsäuren sind ebenfalls essenziell. Unser Körper benötigt sie. Die oft verwendete Darstellung Omega-6 = EntzündungOmega-3 = Entzündungshemmung ist deshalb zu simpel. Aus verschiedenen Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren können unterschiedliche Signalstoffe entstehen. Einige fördern bestimmte Entzündungsprozesse, andere wirken regulierend oder sogar entzündungsauflösend.

Selbst aus Arachidonsäure – einer Omega-6-Fettsäure – können auch entzündungsauflösende Lipoxine entstehen. Unser Körper braucht also beide Fettsäurefamilien. Viel interessanter als die Frage „Welche ist gut und welche schlecht?“ ist deshalb: Wie sieht meine tatsächliche Fettsäureversorgung aus?

Das Omega-6-Omega-3-Verhältnis

In vielen Gesundheitskonzepten spielt das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 eine große Rolle. Grundsätzlich kann dieses Verhältnis tatsächlich Informationen über die Fettsäurezusammensetzung liefern. Man sollte daraus allerdings keinen magischen Grenzwert machen. Nicht jeder Wert oberhalb eines bestimmten Verhältnisses bedeutet automatisch: „Dieser Mensch hat eine chronische Entzündung.“ Und umgekehrt garantiert ein günstiges Verhältnis keine vollständige Gesundheit. Ein Fettsäureprofil ist ein Biomarker.

Ein Puzzleteil.

Nicht die gesamte Diagnose.

Diese Unterscheidung ist mir wichtig.

Kann man seine Omega-3-Versorgung messen?

Ja. Und das ist für mich einer der interessantesten Punkte an diesem gesamten Thema. Denn häufig reden wir über Ernährung so: „Ich esse eigentlich gesund.“ „Ich nehme doch schon Omega-3.“ „Ich esse jeden Tag Walnüsse.“ „Ich verwende Leinöl.“ Alles schön und gut. Nur beantwortet das noch nicht vollständig die Frage: Wie sieht die tatsächliche Fettsäurezusammensetzung in meinem Körper aus? Dafür gibt es verschiedene Laborverfahren. Besonders bekannt ist der Omega-3-Index.

Dabei wird der Anteil von EPA und DHA in den Membranen roter Blutkörperchen bestimmt. Da rote Blutkörperchen mehrere Monate im Körper zirkulieren, bildet dieser Wert die längerfristige Versorgung besser ab als beispielsweise die Frage, ob jemand gestern Fisch gegessen hat. Der Omega-3-Index wird deshalb als Biomarker des EPA- und DHA-Status untersucht und insbesondere in der Herz-Kreislauf-Forschung eingesetzt.

Was bedeutet „Test auf Zellebene“?

Die Analyse geht deutlich über einen einzelnen Omega-3-Wert hinaus: In der Trockenblutprobe werden 11 Fettsäuren erfasst, die laut Laborbericht zusammen etwa 98 Prozent der gemessenen Blutfettsäuren ausmachen. Daraus werden sechs Ernährungsindikatoren berechnet: Schutzwert, Omega-3-Index, Omega-6:3-Balance, Zellmembran-Fluidität, mentale Stärke und Arachidonsäure-Index.

Die Zellmembran-Fluidität wird aus dem Verhältnis bestimmter gesättigter Fettsäuren zu EPA und DHA berechnet. Sie liefert Hinweise darauf, ob die gemessene Zusammensetzung eher mit starreren oder flexibleren Membranen vereinbar ist – und damit auf Bedingungen für den Stoffaustausch. Die Durchlässigkeit einzelner Körperzellen wird jedoch nicht unmittelbar gemessen.

Omega-6:3-Balance, Arachidonsäure-Index und weitere Verhältnisse ordnen außerdem Fettsäuren ein, die an der Entzündungsregulation beteiligt sind. So kann der Test Auffälligkeiten und Veränderungen nach Ernährung oder Supplementierung sichtbar machen. Eine Entzündung diagnostiziert er allein nicht; dafür braucht es Beschwerden, Untersuchung und gegebenenfalls weitere Laborwerte.

Geht das auch mit einem Trockenbluttest?

Ja. Für die Analyse von Fettsäuren können sogenannte Dried Blood Spots, also getrocknete Blutstropfen auf einer speziellen Testkarte, verwendet werden. Hierfür reichen wenige Tropfen Kapillarblut, beispielsweise aus einer Fingerbeere. Die Probe wird anschließend in einem entsprechend spezialisierten Labor analysiert.

Solche Verfahren sind wissenschaftlich untersucht worden. Studien zeigen, dass sich damit unter anderem verschiedene mehrfach ungesättigte Fettsäuren sowie bestimmte Omega-3-Parameter zuverlässig bestimmen lassen. Das macht solche Tests natürlich interessant. Nicht zuletzt deshalb, weil sie vergleichsweise unkompliziert zuhause durchgeführt werden können.

Ablauf einer Fettsäureanalyse vom Blutstropfen bis zum persönlichen Omega-3-Index
Ein Trockenbluttest kann die Fettsäurezusammensetzung der Probe sichtbar machen – er diagnostiziert jedoch keine Entzündung.

Warum „erst messen“ sinnvoll sein kann

Nehmen wir zwei Menschen. Beide sagen: „Ich nehme Omega-3.“ Der eine nimmt eine sehr kleine Menge. Der andere eine deutlich höhere. Der eine nimmt EPA und DHA. Der andere ausschließlich Leinöl. Der eine nimmt sein Präparat regelmäßig. Der andere ungefähr dreimal pro Woche, wenn er daran denkt. Der eine hat bereits hohe EPA- und DHA-Werte. Der andere trotz Supplementierung auffällig niedrige. Alle vier Aussagen passen trotzdem zu: „Ich nehme Omega-3.“ Genau deshalb können Messungen interessant sein.

Sie ersetzen keine medizinische Diagnostik. Aber sie können Vermutungen durch Informationen ersetzen. Und Informationen sind für vernünftige Entscheidungen meistens eine ziemlich gute Grundlage. Auch die Produktqualität zählt: Präparate unterscheiden sich im tatsächlichen EPA- und DHA-Gehalt, in Trägerölen und Oxidationsstabilität. Bei omega-6-reichen Trägerölen muss deshalb das gesamte Fettsäureprofil betrachtet werden – nicht nur die Produktbezeichnung.

Die in Produktunterlagen genannten Stundenwerte beschreiben die Stabilität eines Öls, nicht seine Verweildauer im Körper. Aufnahme und Verwertung hängen von mehreren Faktoren ab. Eine spätere Kontrollmessung zeigt verlässlicher, ob sich EPA, DHA und weitere Werte tatsächlich in die gewünschte Richtung verändert haben.

Bedeutet ein niedriger Wert automatisch, dass ich supplementieren muss?

Nein. Auch das sollte individuell entschieden werden. Zunächst lohnt sich der Blick auf die Ernährung. Welche Fettquellen werden verwendet? Wird Fisch gegessen? Wenn ja, welcher und wie häufig? Besteht eine vegane oder vegetarische Ernährung? Werden bereits Omega-3-Produkte verwendet? Welche? Und natürlich spielen auch Erkrankungen, Medikamente und individuelle gesundheitliche Ziele eine Rolle. Manchmal kann eine Anpassung der Ernährung sinnvoll sein.

Manchmal kann eine gezielte Supplementierung eine vernünftige Option darstellen. Und manchmal zeigt ein Test schlicht: Die Versorgung ist bereits gut. Auch das ist ein schönes Ergebnis.

Mehr Omega-3 ist nicht automatisch besser

Dieser Punkt wird im Bereich Nahrungsergänzung gerne vergessen. Eine sinnvolle Versorgung ist nicht dasselbe wie: „Je mehr, desto besser.“ Hohe Dosierungen von EPA und DHA können beispielsweise Einfluss auf verschiedene physiologische Prozesse haben und sollten insbesondere bei bestimmten Erkrankungen oder Medikamenten ärztlich abgeklärt werden. Auch deshalb gefällt mir ein individueller Ansatz besser als irgendeine pauschale Dosierungsformel nach dem Motto: 70 Kilogramm Körpergewicht = exakt diese Menge Öl.

Biologie ist normalerweise etwas komplizierter. Ausgangswert und Kontrollmessung helfen, eine Supplementierung individueller zu planen und ihre Wirkung zu überprüfen. Die sinnvolle Menge sollte dennoch gemeinsam mit einer qualifizierten Fachkraft anhand von Ernährung, Beschwerden, Erkrankungen und Medikamenten bestimmt werden.

Die Probe wird anonymisiert durch ein unabhängiges, GMP-zertifiziertes Auftragslabor ausgewertet. Der Befund zeigt, welche untersuchten Fettsäuren günstig oder ungünstig ausgeprägt sind; Dosierung und weitere Schritte ergeben sich anschließend aus der fachlichen Gesamtschau.

Was können wir gegen chronische Entzündungsprozesse tun?

Omega-3 kann dabei ein Baustein sein. Aber eben ein Baustein. Wer langfristig etwas gegen ungünstige chronische Entzündungsprozesse tun möchte, sollte das große Bild anschauen.

Dazu gehören:

  • regelmäßige Bewegung,
  • ein gesundes Körpergewicht beziehungsweise eine Reduktion von starkem Übergewicht,
  • ausreichender Schlaf,
  • Nichtrauchen,
  • eine möglichst wenig hochverarbeitete Ernährung,
  • eine gute Stoffwechselkontrolle,
  • viel Gemüse und andere pflanzliche Lebensmittel,
  • ausreichend Ballaststoffe,
  • geeignete Fettquellen
  • und natürlich der vernünftige Umgang mit bestehenden Erkrankungen.

Keine dieser Maßnahmen klingt spektakulär. Vielleicht ist genau das manchmal das Problem. Wir suchen gerne nach dem einen entscheidenden Hebel. In Wirklichkeit entstehen Gesundheit und Krankheit aber meistens aus ziemlich vielen kleinen Hebeln gleichzeitig.

Und was ist mit Beschwerden wie Müdigkeit und Erschöpfung?

Müdigkeit und Erschöpfung können viele Ursachen haben – beispielsweise Schlafprobleme, Stress, Eisenmangel, Schilddrüsenerkrankungen, Vitamin-B12-Mangel, Infektionen oder psychische Belastungen. Wer über längere Zeit ungewöhnlich erschöpft ist, sollte diese Beschwerden deshalb medizinisch abklären lassen.

Innerhalb dieser Gesamtbetrachtung kann eine Fettsäureanalyse zeigen, ob bei der Versorgung ein sinnvoller Ansatzpunkt liegt – besonders bei anhaltenden Beschwerden oder bestehenden Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Statt Präparate auf Verdacht auszuprobieren, schafft sie eine konkrete Gesprächsgrundlage.

Eine Fachkraft kann die Werte anschließend gemeinsam mit Beschwerden, Erkrankungen, Medikamenten und persönlichen Zielen einordnen. So ergänzen sich medizinische Diagnostik und Ernährungsmedizin zu einem vollständigeren Bild.

Zusammenfassung

Mein Fazit: Nicht jede stille Entzündung ist sichtbar – aber nicht jedes Symptom ist eine stille Entzündung

Chronisch niedriggradige Entzündungsprozesse spielen bei verschiedenen Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine Rolle, erklären aber nicht automatisch jede Beschwerde. EPA und DHA sind an Zellmembranen und der Entzündungsregulation beteiligt – und ihre Versorgung lässt sich messen.

Gerade bei anhaltenden Beschwerden oder typischen Zivilisationserkrankungen kann es sinnvoll sein, die Fettsäureversorgung messen und fachlich einordnen zu lassen. So wird sichtbar, ob Ernährung, Produktqualität oder eine individuell angepasste Supplementierung einen sinnvollen Ansatz bieten. Der Test ist dabei Ausgangspunkt, nicht Diagnose oder Heilsversprechen.

Bewegung, Schlaf, Körpergewicht, Stoffwechsel, Ernährung, Stress und bestehende Erkrankungen bleiben Teil des Gesamtbildes. Wer seine Versorgung klären möchte, kann sich bei der Timmerherm Akademie unverbindlich über den Test und die anschließende Beratung informieren.

Quellen & Vertiefung

Wissenschaftliche Grundlagen und weiterführende Literatur

Die wissenschaftliche Forschung beschäftigt sich seit vielen Jahren mit chronisch niedriggradigen Entzündungsprozessen, dem Fettsäurestoffwechsel sowie der Rolle der langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA.

Zu den im Artikel verwendeten wissenschaftlichen Grundlagen gehören unter anderem Arbeiten zur Entstehung spezialisierter entzündungsauflösender Botenstoffe aus EPA und DHA, zur metabolischen Entzündung bei Übergewicht und Diabetes sowie zur Bestimmung des Omega-3-Status über Erythrozyten und Trockenblutverfahren.